Merkantilismus: Aufstieg und Fall einer nationalistischen Wirtschaftspolitik
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert dominierte der Merkantilismus das europäische Wirtschaftsdenken. Diese nationalistische Politik priorisierte die Maximierung des Exports und die Minimierung des Imports, um nationalen Wohlstand und Macht zu akkumulieren. Hohe Zölle, Handelsmonopole und Kolonialexpansion waren Kennzeichen dieses Systems. Der Merkantilismus befeuerte den Wettbewerb und die Kriege zwischen Nationen und trieb auch die imperialistische Expansion voran. Seine Nullsummenspiel-Natur und die Beschränkungen des Freihandels führten jedoch letztendlich zu seinem Niedergang. Adam Smiths Werk *Der Wohlstand der Nationen* lieferte eine scharfe Kritik und ebnete den Weg für den Freihandel. Obwohl weitgehend überholt, finden sich Echos merkantilistischer Strategien, wie der Protektionismus, in der modernen Wirtschaftspolitik.