Anarchitecture: Die Rebellion einer New Yorker Künstlergruppe der 70er Jahre gegen die modernistische Architektur
Im New York der 1970er Jahre stellte das Künstlerkollektiv Anarchitecture, zu dem Persönlichkeiten wie Laurie Anderson und Gordon Matta-Clark gehörten, die Starrheit der modernistischen Architektur und ihre Komplizenschaft in der kapitalistischen Produktion in Frage. Ihre gleichnamige Ausstellung von 1974 zeigte anonym Werke, die die Architektur als Symbol kulturellen Exzesses kritisierten. Matta-Claks spätere „Gebäude-Schnitte“ vertieften dieses Thema, indem sie verlassene Strukturen umwandelten, um die Besessenheit der Gesellschaft mit materiellem Reichtum aufzuzeigen. Gleichzeitig betrieb die Gruppe das einflussreiche Restaurant „Food“ in SoHo und unterstützte ein lokales Künstlernetzwerk. Die Arbeit von Anarchitecture warf tiefgreifende Fragen zur modernen Architektur und zum städtischen Raum auf.