Algorithmen können das Leben nicht verstehen: Über die nicht-computationale Natur der Relevanzrealisierung
Dieser Artikel untersucht den grundlegenden Unterschied zwischen Organismen und Algorithmen in der Art und Weise, wie sie die Welt erkennen. Organismen bewohnen eine „große Welt“, die voller potenzieller Bedeutung ist und „Relevanzrealisierung“ erfordert, um relevante Umweltsignale zu erkennen. Algorithmen hingegen existieren in vordefinierten „kleinen Welten“ und sind nicht in der Lage, das Problem der Relevanz autonom zu lösen. Die Autoren argumentieren, dass die Relevanzrealisierung kein algorithmischer Prozess ist, sondern aus der dynamischen Selbstfertigung lebender Materie resultiert. Dies ermöglicht es Organismen, autonom zu handeln und die Konsequenzen ihres Handelns vorherzusehen. Diese Fähigkeit ist entscheidend, um lebende von nicht-lebenden Systemen (wie Algorithmen und Maschinen) zu unterscheiden und bietet eine neue Perspektive auf natürliche Handlungsfähigkeit, Kognition und Bewusstsein.