Die Jugend-Mental-Health-Krise? Es ist komplizierter als man denkt
Die Darstellung einer weitverbreiteten Jugend-Mental-Health-Krise in den USA und Großbritannien ist irreführend. Obwohl eine Krise existiert, betrifft sie überproportional Männer mittleren Alters und junge amerikanische Ureinwohner, nicht Teenager-Mädchen. Selbstmorddaten zeigen einen Zusammenhang zwischen den Raten in verschiedenen demografischen Gruppen, wobei Männer mittleren Alters und junge amerikanische Ureinwohner deutlich höhere Raten aufweisen als Teenager. Kürzliche Rückgänge der Selbstmordraten in den meisten Gruppen widersprechen der Theorie des Sündenbocks soziale Medien. CDC-Daten zeigen einen starken Zusammenhang zwischen negativen Kindheitserfahrungen (Missbrauch, Vernachlässigung, psychische Erkrankungen der Eltern, Inhaftierung) und psychischen Problemen bei Jugendlichen, weit mehr als die Nutzung sozialer Medien. Der Fokus sollte sich von der Schuldzuweisung an die Technologie auf die Bewältigung von familiären Dysfunktionen als Wurzelursache vieler psychischer Probleme bei Jugendlichen verlagern.