Ein Imkerhandbuch aus dem 17. Jahrhundert: Charles Butler und sein Bienenstock
Charles Butlers *Die weibliche Monarchie oder die Geschichte der Bienen* (1609), das erste Werk dieser Art in englischer Sprache, blieb über Jahrhunderte ein einflussreiches Handbuch für die Imkerei. Das Buch ist voll von Butlers eigenen Beobachtungen der Bienen in seiner Hampshire-Pfarrei, die er "die Vögel der Musen" nennt. Er verehrte sie und beschrieb Protokolle, um ihren Respekt zu gewinnen, die fast wie ein religiöser Reinheitskodex wirken. Bienen, da sie "sehr keusch und ordentlich" sind, "verabscheuen völlig" diejenigen, die Lauch, Zwiebeln und Knoblauch essen; ihre Nüchternheit und Fleiß bedeuten, dass sie sich "gewaltsam verteidigen", wenn sie von Betrunkenen und Vielfraßen angegriffen werden. Butler scheint sich eine bienenähnliche Existenz zu wünschen und beklagt, dass "für die fleißige Natur der Bienen nichts verabscheuungswürdiger ist als Faulheit und Müßiggang". Sein einziger Vorwurf gilt der Drohne, die gegen die protestantische Arbeitsethik verstößt, denn sie "arbeitet weder zu Hause noch draußen und gibt doch so viel aus wie zwei Arbeiter".