Toxische Ursprünge, toxische Entscheidungen: Verzerrungen bei der Auswahl von CEOs
Eine neue Studie zeigt, dass Auswahlverzerrungen bei der Beförderung von CEOs die Risikobereitschaft verstärken. CEOs, die in der Nähe zukünftiger Superfund-Standorte geboren wurden (pränataler Schadstoffbelastung ausgesetzt), werden eher intern befördert, was darauf hindeutet, dass Unternehmen scheinbaren Erfolg belohnen, ohne die zugrunde liegende Risikobereitschaft zu berücksichtigen. Diese „Superfund-CEOs“ zeichnen sich intern aus, verfolgen aber nach ihrer Beförderung risikoreichere externe Strategien, was zu größerer Volatilität und schlechteren Leistungen führt. Die Studie legt nahe, dass Unternehmen Glück mit Können verwechseln und unbeabsichtigt Risikobereitschaft mit hoher Varianz auswählen, deren Eigenschaften erst dann nachteilig werden, wenn die Entscheidungsfindung auf öffentliche und irreversible Bereiche übergeht.