Der Ukraine-Krieg: Der schattenhafte Handel mit Internetadressen

2025-06-06

Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 ist fast ein Fünftel des ukrainischen Internet-Adressraums unter russische Kontrolle geraten oder an Internet-Adresshändler verkauft worden. Eine neue Studie zeigt, dass große Teile des ukrainischen IP-Adressraums jetzt in den Händen von zwielichtigen Proxy- und Anonymitätsdiensten liegen, die in großen US-amerikanischen Internet Service Providern (ISPs) eingebettet sind. Um über Wasser zu bleiben, haben ukrainische ISPs wertvolle IPv4-Adressen verkauft. Diese Adressen landeten in Proxy-Diensten weltweit, von denen viele für Cyberangriffe gegen die Ukraine und Russlands Feinde verwendet werden. Einige wurden sogar bei DDoS-Angriffen und Spear-Phishing-Versuchen von russischen staatlich unterstützten Hackergruppen eingesetzt. AT&T, ein großer US-amerikanischer Telekommunikationskonzern, hat seine Richtlinie geändert, um die Verwendung statischer Routen mit IP-Adressen zu verhindern, die es nicht bereitstellt, was wahrscheinlich viele Proxy-Dienste zur Migration zu anderen Anbietern zwingen wird.

Technologie IPv4-Adressen