Das Erwärmungsloch Südasiens: Wie Verschmutzung und Bewässerung die globale Erwärmung verschleiern
Südasien hat sich in den letzten 40 Jahren viel langsamer erwärmt als der Rest der Welt, ein Phänomen, das als „Erwärmungsloch“ bezeichnet wird. Wissenschaftler führen dies auf hohe Luftverschmutzungswerte und die Ausweitung der Bewässerung zurück. Schadstoffe wie Sulfatpartikel und Ruß reflektieren oder absorbieren Sonnenlicht und kühlen so die Oberfläche ab. Die Verdunstung aus der Bewässerung hat ebenfalls einen kühlenden Effekt. Wenn jedoch die Maßnahmen zur Schadstoffkontrolle greifen und die Ausweitung der Bewässerung nachlässt, wird dieser kühlende Effekt abnehmen, wodurch Südasien anfälliger für einen dramatischeren Temperaturanstieg und möglicherweise für mehr hitzebedingte Todesfälle wird. Die Region steht vor der Herausforderung, die Schadstoffkontrolle mit der Anpassung an den Klimawandel in Einklang zu bringen.