Vorwärtsgepfeilte Flügel: Eine technologische Sackgasse des Kalten Krieges
Während des Kalten Krieges verfolgten sowohl die USA als auch die UdSSR die Entwicklung von Kampfjets mit vorwärtsgepfeilten Flügeln, in der Hoffnung, einen technologischen Vorteil zu erzielen. Obwohl sie eine überlegene Manövrierfähigkeit boten, stellte das Design erhebliche strukturelle Herausforderungen dar. Die US-amerikanische Grumman X-29 und die sowjetische Sukhoi Su-47, beide mit fortschrittlichen Kohlefaser-Verbundwerkstoffen und Fly-by-Wire-Systemen, fielen schließlich der „aeroelastischen Divergenz“ zum Opfer. Die hohen Kosten und das Aufkommen alternativer Technologien wie Schubvektorsteuerung machten die Vorteile von vorwärtsgepfeilten Flügeln unzureichend, was zum Abbruch beider Programme führte. Heute dient die X-29 als Museumsstück, ein Beweis für dieses technologische Streben des Kalten Krieges.