Jack Welch: Der Mann, der den Kapitalismus brach?
David Gelles' neues Buch, *Der Mann, der den Kapitalismus brach*, untersucht den tiefgreifenden Einfluss von Jack Welch auf die amerikanische Wirtschaft während seiner Zeit bei General Electric. Welchs unerbittliches Streben nach Maximierung des Aktionärswerts durch Entlassungen, Outsourcing, Verlagerung ins Ausland, Akquisitionen und Aktienrückkäufe wurde zu einem neuen Leitbild für amerikanische Unternehmen. Gelles argumentiert, dass dieser aktionärszentrierte Kapitalismus zu beispielloser sozioökonomischer Ungleichheit geführt und viele Unternehmen geschädigt hat, die ihn übernommen haben. Das Buch stellt einen Zusammenhang zwischen Welchs Führungsstil und der Boeing 737 Max-Krise sowie der zunehmenden Einkommensungleichheit her. Es endet mit einem Aufruf zur Neugewichtung der Verteilung von Unternehmensgewinnen, zur Priorisierung des Wohlergehens der Arbeitnehmer und zur Schaffung einer gerechteren Wirtschaft.