Blemmyes: Kopflose Wunder der antiken Überlieferung
Obwohl fiktiv, sind die kopflosen Blemmyes zu einem festen Bestandteil von Bestiarien und Reiseberichten geworden, die bereits im späten 10. Jahrhundert in den Wundern des Ostens auftauchen. Darstellungen zeigen sie oft in einem Zustand verwirrter Verwirrung, wobei das Fehlen eines Halses sowohl Faszination als auch Belustigung hervorruft. Diese Illustrationen paaren Blemmyes häufig mit ebenso bizarren Begleitern: ein kopfloser Bogenschütze, der auf einen trompetenspielenden Meermann zielt, ein Blemmye, der mit einem hundeköpfigen Freund und einem Mann mit einem Elefantenrüssel herumtollt, oder ein Blemmye, der einen erfüllten Wunsch bereut – einen Kopf, der von einem wütenden Schwan eingepflanzt wurde. Manchmal erschreckend, mit Keulen und Armbrüsten bewaffnet, manchmal unerwartet niedlich, wie in einer Illustration aus dem 16. Jahrhundert, wo ein orangefarbener Blemmye von tanzenden zweibeinigen Schakalen über dem Platz, wo sein Kopf sein sollte, peinlich berührt scheint.