Warum sich Deep-Space-Fotos nicht farbkalibrieren lassen
Die Farbkalibrierung in der Deep-Space-Astrofotografie ist eine große Herausforderung. Menschliche Augen und Kameras nehmen Farben unterschiedlich wahr. Die Empfindlichkeit von Kamerasensoren für infrarotes Licht und ihre unterschiedlichen Reaktionen auf Emissionsspektren verschiedener Elemente führen zu endgültigen Bildfarben, die sich stark von dem unterscheiden, was das menschliche Auge sieht. Beispielsweise ist die H-alpha-Emissionslinie von Wasserstoffatomen für das menschliche Auge schwer zu erkennen, aber Kameras sind sehr empfindlich dafür, was zu Nebeln führt, die in anderen Farben erscheinen als bei menschlicher Beobachtung. Selbst die Farbkorrektur kann die vom menschlichen Auge gesehenen Farben nicht perfekt reproduzieren, da die Lichtverhältnisse im Weltraum völlig anders sind als auf der Erde; es gibt keine einheitliche Lichtquelle oder Helligkeit. Letztendlich empfiehlt der Autor, die ursprünglichen Farben der Kamera beizubehalten und den Weißabgleich anhand einer durchschnittlichen Spiralgalaxie festzulegen.