Inannas Abstieg: Ein sumerischer Mythos und seine vielschichtigen Interpretationen

2025-08-03
Inannas Abstieg: Ein sumerischer Mythos und seine vielschichtigen Interpretationen

Dieser ausführliche Artikel befasst sich mit dem sumerischen Mythos vom Abstieg Inannas (Ishtar im Akkadischen) in die Unterwelt. Inanna, die ihre Macht ausweiten will, begibt sich auf eine Reise, um ihre Schwester Ereshkigal, die „Königin der Toten“, herauszufordern. Nachdem sie ihrer Schmuckstücke beraubt wurde, stirbt Inanna und ihre Leiche wird an einen Haken gehängt. Der Gott Enki greift indirekt ein und erweckt Inanna zum Leben. Ihre Rückkehr erfordert jedoch ein menschliches Opfer; sie wählt ihren Gemahl Dumuzi, der daraufhin in die Unterwelt gebracht wird. Dumuzi Schwester Geshtinanna fleht um seine Freilassung, was zu einem Kompromiss führt: Er verbringt einen Teil des Jahres in der Unterwelt, wobei seine Schwester für den Rest des Jahres seinen Platz einnimmt. Der Mythos existiert in sumerischen und akkadischen Versionen, wobei die letztere in den 1860er Jahren entdeckt und übersetzt wurde, die erstere im 20. Jahrhundert mühsam rekonstruiert wurde. Die Geschichte bietet einen reichen Einblick in die mesopotamische Kultur, beeinflusst spätere Zivilisationen und inspiriert Interpretationen in der Psychoanalyse. Der Artikel untersucht die komplexe Erzählung, die Hauptfiguren (Inanna/Ishtar, Ereshkigal, Enki, Dumuzi, Geshtinanna) und die verschiedenen Interpretationen im Laufe der Geschichte, von ihrer Rolle beim Verständnis der saisonalen Zyklen bis hin zu ihrer Verwendung in der psychologischen Analyse.