Heiratsmuster von frühmodernen Bauern: Eine transkulturelle Perspektive

2025-08-04
Heiratsmuster von frühmodernen Bauern: Eine transkulturelle Perspektive

Dieser Artikel untersucht Heiratsmuster in frühmodernen Bauernpopulationen und hebt hervor, dass obwohl hohe Sterblichkeitsraten zu verschiedenen Haushaltsstrukturen führten, die Ehe eine universelle und streng durchgesetzte soziale Norm war. Drei Heiratsmuster werden analysiert: ein frühes Muster (durchschnittliches Alter der ersten Ehe für Frauen um die 16 Jahre, z. B. antikes Griechenland), ein mittleres Muster (durchschnittliches Alter der ersten Ehe für Frauen um die 20 Jahre, z. B. Rom) und ein spätes Muster (durchschnittliches Alter der ersten Ehe für Frauen um die 25 Jahre, z. B. frühmodernes Westeuropa). Diese Muster hängen eng mit dem sozialen Status von Frauen, Strategien zur Geburtenkontrolle und Haushaltsstrukturen zusammen. Das späte Muster ist besonders einzigartig und wird mit hohen Anteilen unverheirateter Personen und neuverheirateter Paare in Verbindung gebracht, die unabhängige Haushalte bilden. Der Artikel betont die signifikanten Unterschiede zwischen den Heiratsmustern der Elite und der Bauern und stellt fest, dass die Ehe in diesen Gesellschaften kein Ausdruck individueller Zuneigung war, sondern ein notwendiger Bestandteil der Erfüllung sozialer Rollen.

Sonstiges frühmodern Bauern