Schwedens Samstagssüßigkeiten-Tradition: Von Gesundheitsratschlag zum nationalen Hype
Die schwedische Tradition des "Lördagsgodis" (Samstagssüßigkeiten) entstand aus einem Experiment von 1959, das den Zusammenhang zwischen Zucker und Karies untersuchte. Anfangs führte die Schlussfolgerung des Experiments zu einer Gesundheitsberatung, Süßigkeiten nur samstags zu essen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus jedoch ein nationaler Hype. Heute ist der Kauf von Süßigkeiten in loser Gewichtsform samstags zu einem schwedischen Brauch geworden, was dazu führte, dass Schweden zu einem der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch von Süßigkeiten weltweit gehört. In den letzten Jahren hat die Regierung Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen eines hohen Süßigkeitenkonsums auf die öffentliche Gesundheit geäußert und erwägt, diese Tradition zu regulieren.