Forth neu betrachtet: Zwei Implementierungen und Reflexionen über eine eigenartige Sprache
Der Autor hat die Programmiersprache Forth, die er vor 20 Jahren zum ersten Mal kennengelernt hat, erneut untersucht. In zwei Monaten implementierte er zwei Forth-Interpreter: goforth (in Go) und ctil (in C). goforth, ein reiner Interpreter, ist einfach, aber es fehlen ihm fortgeschrittene Funktionen. ctil hingegen ähnelt eher einer traditionellen Forth-Implementierung und ermöglicht es, die Sprache mit Forth selbst zu erweitern, was ihre Leistungsfähigkeit unterstreicht. Der Autor argumentiert, dass Forths einzigartige Stärken in seinem historischen Hardware-Kontext liegen. Sein stapelbasiertes Modell macht es jedoch in modernen Kontexten weniger lesbar und weniger praktikabel und eignet sich daher besser als Lernprojekt zum Verständnis von Compilerprinzipien und virtuellen Maschinen.