Äquatorialguinea kappt Internet auf Annobón nach Protesten gegen Dynamitsprengungen
2025-09-14
Nach Protesten von Anwohnern der Insel Annobón in Äquatorialguinea gegen Dynamitsprengungen durch das marokkanische Bauunternehmen Somagec reagierte die Regierung mit einer Internet-Sperre für die Insel. Dutzende Demonstranten wurden für fast ein Jahr inhaftiert. Die Internet-Sperre hat Bankdienstleistungen und medizinische Notfalldienste lahmgelegt und die Bewohner auf teure Telefonate angewiesen. Regierung und Somagec bestreiten jede Beteiligung an der Sperrung, doch die Aktion wird als weiterer Akt staatlicher Repression angesehen. Trotz des mineralischen Reichtums der Insel leben die Bewohner in Armut und streben seit Jahren nach Unabhängigkeit; die Internet-Sperre verschärft die Spannungen.