Dänemarks HPV-Impfprogramm eliminiert nahezu zwei Hauptkrebs verursachende Stämme
Eine in Eurosurveillance veröffentlichte Studie zeigt, dass Dänemark seit der Einführung des Impfstoffs im Jahr 2008 praktisch alle Infektionen mit den beiden häufigsten krebserregenden Stämmen des humanen Papillomavirus (HPV) eliminiert hat. Die Analyse von Zervixzellproben von dänischen Frauen im Alter von 22 bis 30 Jahren (2017-2024) ergab, dass die Infektionsraten von HPV16/18 bei geimpften Frauen von 15-17 % auf weniger als 1 % gesunken sind. Dies zeigt nicht nur einen individuellen Schutz, sondern auch eine Herdenimmunität, die die allgemeine Verbreitung von HPV16/18 reduziert. Ungefähr ein Drittel der untersuchten Frauen wiesen jedoch immer noch Infektionen mit hochriskanten HPV-Typen auf, die nicht durch den ursprünglichen Impfstoff abgedeckt waren. Dies wird voraussichtlich abnehmen, sobald Frauen, die den neueren neunempfindlichen Impfstoff erhalten haben, das Screening-Alter erreichen, was möglicherweise zu einer Überarbeitung der Richtlinien für das Zervixkarzinom-Screening führt.