Strompreise in den USA explodieren: Großhandelskosten und Übertragungsengpässe

2025-09-19
Strompreise in den USA explodieren: Großhandelskosten und Übertragungsengpässe

Seit 2020 sind die Strompreise in den USA um 35 % gestiegen. Dieser Artikel untersucht die Trends bei den Stromgroßhandelspreisen und stellt fest, dass der Anstieg sowohl mit den Erzeugungskosten als auch mit Übertragungsengpässen zusammenhängt. Unabhängige Systembetreiber (ISO)/regionale Übertragungsorganisationen (RTO) verwalten die Strommärkte mithilfe der lokalen Grenzkostenmethode (LMP), die sich aus Energie, Überlastung und Verlusten zusammensetzt. Die Analyse der LMP-Daten verschiedener ISO/RTO zeigt einen deutlichen Anstieg der Stromgroßhandelspreise seit 2020, teilweise aufgrund steigender Erdgaspreise. Übertragungsengpässe spielen jedoch eine immer größere Rolle und erschweren den Transport von günstigem Strom aus kostengünstigen Gebieten in Gebiete mit hoher Nachfrage, was die Preisvolatilität verstärkt. Das Wachstum der Solarenergie in Kalifornien und Erdgasengpässe in einigen Regionen verschärfen die Übertragungsengpässe.