Iodiertes Salz und der unerwartete IQ-Schub
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Zugabe von Jod zu Salz in den USA seit 1924 die kognitiven Fähigkeiten der amerikanischen Bevölkerung im 20. Jahrhundert deutlich verbessert hat. Ursprünglich zur Reduzierung von Kropf eingeführt, zeigen Studien nun die entscheidende Rolle von Jod bei der Gehirnentwicklung. Durch den Vergleich von Militärrekrutierungsdaten vor und nach 1924 stellten die Forscher einen IQ-Anstieg von 15 Punkten in jodarmen Gebieten fest. Obwohl die anfängliche Jodsupplementation einige schilddrüsenbedingte Todesfälle verursachte, beseitigte die Initiative praktisch Jodmangel und seine Folgen. Diese Entdeckung könnte auch den Flynn-Effekt – den beobachteten Anstieg der IQ-Werte im 20. Jahrhundert – teilweise erklären und darauf hindeuten, dass Jod zu einem erheblichen Teil dieses Anstiegs beigetragen hat.