Superbloom: Wie Verbindungstechnologien uns entzweien

2025-01-30
Superbloom: Wie Verbindungstechnologien uns entzweien

Nicholas Carrs neues Buch *Superbloom* untersucht, wie moderne Verbindungstechnologien – Handys, Internet, soziale Medien usw. – Individuen und die Gesellschaft beeinflussen. Carr argumentiert, dass diese Technologien nicht an sich böse sind, sondern negative Folgen aufgrund unserer falschen Vorstellungen von Kommunikation und uns selbst hervorrufen. Er benutzt das Ereignis der Mohnblumenblüte in Los Angeles 2019 als Beispiel dafür, wie Informationsüberlastung und der Verstärkungseffekt sozialer Medien zu Chaos und Negativität führen. Das Buch verfolgt die Geschichte der Kommunikationstechnologien und hebt hervor, wie sie immer von übernatürlichen Vorstellungen begleitet waren, und wirft Bedenken hinsichtlich Anonymität, Macht und Wahrheitsgehalt von Informationen auf. Carr kritisiert den technologischen Optimismus und argumentiert, dass Informationsüberlastung nicht zu einer demokratischeren oder rationaleren Gesellschaft geführt hat, sondern soziale Spaltungen verschärft hat. Er behauptet, dass das Design sozialer Medien kognitive Verzerrungen ausnutzt, die Fragmentierung von Informationen und schnelles Denken verschärft und letztendlich zu einer „Hyperrealität“ führt, in der Wahrheit und Falschheit ununterscheidbar sind. Carr appelliert an eine Rückkehr zur Realität, an Widerstand gegen Informationsüberlastung und schlägt mögliche Lösungen vor, wie z. B. die Erhöhung der Reibungskosten bei der Verbreitung von Informationen.