Kameras der 1930er Jahre: Innovation inmitten der Depression

2025-02-06

Die 1930er Jahre brachten grundlegende Veränderungen im Kameradesign mit sich, trotz der Weltwirtschaftskrise. Holzkonstruktionen verschwanden weitgehend, außer bei günstigeren Modellen. Tausende von Designs entstanden, als die Fotografie an Popularität gewann. Klappkameras blieben beliebt, aber Chromüberzüge übertrafen Nickelüberzüge. Viele Kameras waren modular aufgebaut, mit austauschbaren Objektiven und Verschlüssen. Mitte der 1930er Jahre kamen 35-mm-Kameras (Miniaturkameras) mit Tageslicht-Ladekassetten (135) auf und wurden schnell populär, wobei Bakelit und Aluminium verwendet wurden. Druckguss-Metallgehäuse wurden immer häufiger. Die Zweilinsen-Reflexkamera reifte, und die Exakta VP, ein Vorläufer der modernen Spiegelreflexkamera, erschien. Leica nahm die 135-Kartusche an und etablierte einen Designtrend mit satiniertem Chrom und schwarzen Oberflächen, der bis heute anhält. Deutschland wurde ein wichtiger Hersteller von hochwertigen Kameras, während Kameras für den Massenmarkt in vielen Ländern produziert wurden.