Der Hochschulgebühren-Mythos: Es ist günstiger als Sie denken
Trotz der weit verbreiteten Annahme, dass die Studiengebühren in die Höhe schnellen, zeigen die Daten ein anderes Bild. Seit 2014 sind die Studiengebühren an öffentlichen vierjährigen Hochschulen in realen Zahlen um 21 % gesunken, während die Studiengebühren an privaten Hochschulen nach Inflationsbereinigung um 12 % gefallen sind. Dies liegt an einer besonderen Preisstrategie: Hochschulen setzen einen hohen Listenpreis fest und bieten dann erhebliche finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Studenten an, wodurch ihre Ausbildung effektiv subventioniert wird. Dies führt zu einer großen Diskrepanz zwischen den veröffentlichten Kosten und dem Nettopreis, wobei sich die Öffentlichkeit auf den aufgeblähten Listenpreis konzentriert. Obwohl die Listenpreise weiter steigen, sinken die Nettopreise aufgrund gestiegener Bundes-Pell-Grants, der Erholung der staatlichen Mittel und der Hochschulen, die mehr Unterstützung anbieten. Da die Zahl der 18-jährigen Absolventen in diesem Jahr ihren Höhepunkt erreicht, bevor ein langer Rückgang einsetzt, wird der Wettbewerb unter den Hochschulen intensiver, was wahrscheinlich zu einem weiteren Rückgang der Nettogebühren führen wird. Die öffentliche Wahrnehmung ist jedoch immer noch verzerrt, so dass viele die Möglichkeit verpassen, eine Hochschulbildung zu erhalten, und das Vertrauen in das System geschwächt wird.