Martha Nussbaum: Capability Approach und jenseits des Zorns
Dieser Artikel erforscht das Denken der renommierten Philosophin Martha Nussbaum, wobei der Schwerpunkt auf ihrem Capability Approach und ihren Ansichten zu Emotionen, insbesondere zum Zorn, liegt. Der Capability Approach argumentiert, dass Regierungen sicherstellen sollten, dass alle Bürger die Fähigkeiten besitzen, ein blühendes Leben zu führen, nicht nur indem sie die Präferenzen der Bürger erfüllen, sondern indem sie reale Möglichkeiten für Wohlbefinden bieten. Nussbaum listet zehn zentrale Fähigkeiten auf und definiert sie als Rechte. Ihre Sichtweise auf Zorn hat sich jedoch weiterentwickelt; sie betrachtet Zorn mittlerweile als normativ problematisch, oft entstanden aus Egozentrik und Statuswettbewerb. Sie plädiert für den „Übergang“ – die Umwandlung von Zorn in konstruktives Handeln zur Verbesserung des Wohlbefindens. Nussbaums Philosophie bleibt eng mit realen Lebenserfahrungen verwoben, ihr Schreiben zeigt die Wechselwirkung zwischen persönlicher Erzählung, Emotion und philosophischer Denkweise.