Mikroblitze: Eine neue Hypothese zum Ursprung des Lebens

2025-03-15
Mikroblitze: Eine neue Hypothese zum Ursprung des Lebens

Im Widerspruch zum klassischen Miller-Urey-Experiment legt eine Studie der Stanford University nahe, dass Entladungen von „Mikroblitzen“ zwischen Wassertröpfchen von Wellen oder Wasserfällen auf der frühen Erde, anstatt großer Blitzeinschläge, der Schlüssel zum Ursprung des Lebens gewesen sein könnten. Die Studie ergab, dass die kleinen elektrischen Ladungen, die durch das Versprühen von Wasser erzeugt werden, ausreichen, um chemische Reaktionen in einem Gemisch von Gasen – Stickstoff, Methan, Kohlendioxid und Ammoniak – auszulösen, von denen man annimmt, dass sie auf der frühen Erde vorhanden waren, was zur Bildung organischer Moleküle führte, darunter Uracil, ein Baustein des Lebens. Dies bietet eine neue Perspektive auf die Abiogenese und geht auf die Kritik an der Miller-Urey-Hypothese hinsichtlich der geringen Häufigkeit großer Blitzeinschläge und der Weite des Ozeans ein.