Griechenland nach dem Fall von Konstantinopel: Fakten und Ängste
2025-05-23
Die osmanische Eroberung Konstantinopels im Jahr 1453 erschütterte das christliche Europa. Papst Pius II. sah darin einen zweiten Tod für Homer und Platon. Bedenken hinsichtlich zerstörter oder umgewandelter Kirchen und der möglichen Auslöschung des christlichen Lebens unter osmanischer Herrschaft kamen auf. Als sich die Osmanen jedoch in Griechenland ausbreiteten und 1456 Athen und kurz darauf den größten Teil des Peloponnes eroberten, blieben die Kenntnisse in Westeuropa über das Schicksal Griechenlands nach Byzanz spärlich. Spekulationen und die Angst vor Unterdrückung unter muslimischer Herrschaft überwogen die Versuche, die Realität der Situation zu verstehen.