Von Toxinen zu Therapeutika: Wie das chemische Wettrüsten der Natur die Medikamentenentwicklung vorantreibt

2025-06-01
Von Toxinen zu Therapeutika: Wie das chemische Wettrüsten der Natur die Medikamentenentwicklung vorantreibt

Noah Whitemans neues Buch, "Most Delicious Poison", des Evolutionsbiologen an der UC Berkeley, untersucht die überraschende Verwendung natürlicher Toxine in der Medikamentenentwicklung. Der Artikel beleuchtet Beispiele wie weiße Bohnen, Kegelschnecken-Gift und Botulinumtoxin, um das Potenzial von Toxinen als Peptid- und Protein-basierte Medikamente zu veranschaulichen. Viele Pflanzen und Tiere entwickeln Toxine als Abwehrmechanismen, während Wissenschaftler sie clever für Behandlungen wiederverwenden. Dazu gehört die Integration nicht-proteinogener Aminosäuren in therapeutische Peptide für eine verbesserte Stabilität und die Nutzung von Kegelschnecken-Toxinen zur Entwicklung des Schmerzmittels Ziconotide. Der Artikel beschreibt auch Forschungsergebnisse mit bakteriellen Toxinen für Antidiabetika wie Semaglutid und pflanzlichen Toxinen wie α-Amanitin zur Krebsbehandlung. Whiteman argumentiert, dass die Untersuchung der chemischen Koevolution zwischen Arten, kombiniert mit KI und rechnerischen Methoden, die Medikamentenentwicklung beschleunigen kann, wobei die Natur eine Fundgrube für neue Medikamente bleibt.