Harvard-Ökonom Rogoff: Der Niedergang der Dollar-Hegemonie und Chinas wirtschaftliche Misere
Ken Rogoff, Wirtschaftsprofessor in Harvard und ehemaliger Chefökonom des IWF, prognostiziert in seinem neuen Buch "Our Dollar, Your Problem", dass die USA in den nächsten zehn Jahren eine schuldengetriebene Inflation erleben werden, aber keine Finanzkrise wie Japan. Er argumentiert, dass Chinas gegenwärtige wirtschaftliche Misere aus der langfristigen Abhängigkeit von Finanzrepression und staatlich gelenkten Investitionen resultiert, einem Modell, das die Probleme nur verschärft. Das Interview behandelt auch den Niedergang der Dollar-Hegemonie, die Neuausrichtung der globalen Märkte und die Auswirkungen der KI auf Defizite und Zinssätze. Rogoff stellt fest, dass Chinas Wirtschaftswachstum trotz bemerkenswerter Erfolge im Infrastrukturausbau deutlich verlangsamt hat, wobei die übermäßige Abhängigkeit von Immobilien- und Infrastrukturinvestitionen zu Schwierigkeiten in vielen kleineren Städten führt. Er glaubt, dass die USA mit ihrer wirtschaftlichen Dynamik und Innovationsfähigkeit ihre Führungsposition behalten werden, aber den Risiken einer Schulden- und Inflationkrise ausgesetzt sind.