Rückgang der Doktoranden-Einschreibungen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und schlechter Berufsaussichten

2025-02-13
Rückgang der Doktoranden-Einschreibungen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und schlechter Berufsaussichten

Ein besorgniserregender Trend zeichnet sich ab: Die Zahl der Einschreibungen in Doktorandenprogramme sinkt in mehreren Ländern, darunter Australien, Japan, Brasilien und Großbritannien. Hohe Lebenshaltungskosten, geringe Stipendien und begrenzte Berufsaussichten nach dem Abschluss schrecken potenzielle Studenten ab. Die OECD fordert Reformen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Diversifizierung der Karrierewege, um einen Brain Drain zu verhindern und den wissenschaftlichen Fortschritt nicht zu behindern. In Australien liegen die Doktorandenstipendien unter dem Mindestlohn, was zu finanzieller Unsicherheit führt. Die Zahl der Doktoranden in Japan sinkt seit Beginn der 2000er Jahre, was zu staatlichen Eingriffen geführt hat. Brasilien verzeichnete aufgrund der Wirtschaftskrise und der Unterfinanzierung der Wissenschaft die niedrigste Zahl an Doktorandenanmeldungen seit einem Jahrzehnt. In Kanada ist zwar noch kein Rückgang zu verzeichnen, aber die Finanzierungsprobleme bleiben bestehen. Die Erhöhung der Stipendien ist ein positiver Schritt, kommt aber nur den besten Studenten zugute. Darüber hinaus beeinträchtigen die Beschränkungen für internationale Studenten in Ländern wie Großbritannien die Fähigkeit der Universitäten, Nachwuchsforscher zu unterstützen.