Aliensprachen: Fremder als wir denken
Fiktive außerirdische Sprachen, wie die Heptapodensprache in Arrival, sind zwar bizarr, weisen aber erstaunlich ähnliche Grundstrukturen wie menschliche Sprachen auf. Dies führt zu einer philosophischen Reflexion über den „Raum möglicher Sprachen“: Wahre außerirdische Sprachen könnten viel fremder sein als wir uns vorstellen können, radikal anders aufgebaut als menschliche Sprachen. Der Artikel untersucht vier Ebenen der Sprache: Zeichen, Struktur, Semantik und Pragmatik, und analysiert, wie sich außerirdische Sprachen auf jeder dieser Ebenen unterscheiden könnten. Dazu gehören die Verwendung nicht-menschlicher Sinnesmodalitäten (Gerüche, elektrische Impulse), einzigartige grammatikalische Strukturen und sogar das Fehlen des Begriffs „Bedeutung“, so wie wir ihn verstehen. Sich auf wirklich außerirdische Sprachen vorzubereiten erfordert, den Anthropozentrismus aufzugeben und die Möglichkeiten der Sprache aktiv zu erforschen. Dies ist nicht nur entscheidend für einen möglichen Kontakt mit Außerirdischen, sondern auch für ein tieferes Verständnis unserer eigenen Sprache und kognitiven Fähigkeiten.