Unbeabsichtigte Folgen: Wie die Kennzeichnung von Sesam-Allergenen schiefging
Eine neue US-Verordnung, die die Kennzeichnung von Sesam-Allergenen vorschreibt und dazu gedacht war, Allergiker zu schützen, hat unbeabsichtigte Folgen gehabt. Um Risiken durch Rückrufe und Rechtsstreitigkeiten aufgrund von Kreuzkontamination zu mindern, fügen einige Hersteller kleinen Mengen Sesam zu Produkten hinzu, die zuvor keinen Sesam enthielten. Obwohl technisch konform, reduziert dies die Auswahlmöglichkeiten für Verbraucher mit Sesamallergie. Forscher nutzten die USDA Global Branded Food Products Database, um Änderungen der Inhaltsstoffe zu analysieren und stellten fest, dass Brot und Backwaren am stärksten betroffen waren. Die Studie unterstreicht die Komplexität der Politikgestaltung und wie die tatsächliche Umsetzung von den beabsichtigten Zielen abweichen kann.