Der bescheidene Programmierer: Reflexionen zur Softwarekrise und der Zukunft der Programmierung
Dieser Aufsatz ist eine Transkription von Edsger W. Dijkstras berühmtem Vortrag aus dem Jahr 1972, in dem er die Anfänge der Programmierung und die zunehmende Softwarekrise untersucht. Dijkstra beschreibt den anfänglichen Mangel an Anerkennung der Programmierung als Beruf und wie die exponentielle Steigerung der Rechenleistung zu einer entsprechenden Zunahme der Softwarekomplexität führte, die in der Softwarekrise gipfelte. Er argumentiert, dass die Lösung in einem Paradigmenwechsel in den Programmiermethoden liegt, wobei er sich für „intellektuell handhabbare Programme“ einsetzt und die Bedeutung von Programmkorrektheitsbeweisen betont, während er vor übermäßig komplexen Programmiersprachen warnt. Er ist zuversichtlich, dass verbesserte Sprachen, strukturiertere Programmieransätze und der Fokus auf Korrektheit die Qualität und Effizienz der Softwareentwicklung drastisch verbessern werden.