Lithiummangel könnte Schlüsselfaktor bei Alzheimer sein, deutet Studie an
Eine neue Studie zeigt, dass Menschen mit Alzheimer einen niedrigeren Lithiumspiegel im Gehirn aufweisen. Experimente mit Mäusen zeigten, dass die Gabe von Lithium den kognitiven Abbau bei Tieren mit alzheimerähnlichen Symptomen umkehrte. Die Analyse von Gehirngewebe von 285 Verstorbenen ergab eine um 36 % niedrigere Lithiumkonzentration im präfrontalen Kortex von Alzheimer-Patienten im Vergleich zu Personen ohne kognitive Beeinträchtigung. Interessanterweise enthielten Amyloid-Plaques in Alzheimer-Gehirnen signifikant höhere Lithiumspiegel als plaquefreie Regionen. Weitere Untersuchungen mit lithiumarmen Mäusen zeigten eine beeinträchtigte Gedächtnisleistung, erhöhte Gehirnentzündung und eine reduzierte Beseitigung von Amyloid-Plaques. Die Behandlung mit niedrigen Lithiumdosen, insbesondere Lithiumorotat, verbesserte jedoch das Gedächtnis und reduzierte die Plaquebildung bei diesen Mäusen. Obwohl vielversprechend, sind klinische Studien notwendig, um die Sicherheit und Wirksamkeit von niedrig dosiertem Lithiumorotat als potenzielle Alzheimer-Behandlung zu überprüfen.