OS/2: Microsofts ehrgeiziges Next-Gen-Betriebssystem
Ein Artikel in der Computer Language von 1987 beschrieb detailliert Microsofts damals neues Betriebssystem OS/2 und prognostizierte sein Potenzial, die Intel 80286/80386-Mikrocomputer im nächsten Jahrzehnt zu dominieren. Seine Multitasking-Fähigkeiten, die umfassende API und die Hardware-Erweiterbarkeit wurden als Schlüsselstärken hervorgehoben. Die Architektur von OS/2 umfasste drei Schichten: den Kernel und die Systemdienste, den Windows Presentation Manager (WPM) und den OS/2 LAN Manager. Der Artikel konzentrierte sich auf den Kernel und seine Systemdienste, wobei Prozessverwaltung, Speicherverwaltung (einschließlich virtuellem Speicher), Gerätetreiber, Dateiverwaltung und Interprozesskommunikation (IPC) behandelt wurden. OS/2 verwendete einen präemptiven Scheduler und Time-Slicing, unterstützte geschützten und realen Modus und bot MS-DOS-Kompatibilität. Dynamisches Linking war ein entscheidender Bestandteil, der die Code-Wiederverwendung und die Zukunftsfähigkeit von Anwendungen verbesserte. Der Artikel schloss mit Spekulationen über zukünftige Verbesserungen von OS/2 und die Unterstützung von 80386.