Kann man seinen Weg zu einem besseren Menschen optimieren? Wahrscheinlich nicht.
Dieser Artikel untersucht das Konzept der „moralischen Optimierung“, die Idee, Daten und Vernunft zu nutzen, um moralisches Gut zu maximieren. Die Autorin verwendet persönliche Anekdoten und Beobachtungen, um zu veranschaulichen, wie diese perfektionistische Denkweise zu Angst, Selbstkritik und Missachtung menschlicher Verbindungen führen kann. Die Autorin verfolgt die historischen Wurzeln der Optimierung von der doppelten Buchführung des 16. Jahrhunderts bis zur modernen KI und analysiert die Anwendbarkeit datengesteuerter Optimierung in verschiedenen Bereichen. Sie argumentiert, dass dieser Ansatz im moralischen Bereich begrenzt ist, da er die Komplexität der Moral und die Bedeutung von Emotionen ignoriert. Letztendlich plädiert die Autorin für „Satisficing“ – die Akzeptanz von Unsicherheit und Unvollkommenheit, die Suche nach einer „ausreichend guten“ Lösung bei moralischen Entscheidungen und das Ausgleichen von Vernunft und Emotion, um Menschlichkeit und Integrität zu bewahren.