Die Tyrannei der Strukturlosigkeit: Machtstrukturen in der Frauenbewegung
Dieser Artikel untersucht die Tücken strukturloser Organisationsformen in der Frauenbewegung. Jo Freeman argumentiert, dass scheinbar strukturlose Gruppen unweigerlich informelle Machtstrukturen entwickeln, die zu Elitismus und Ausgrenzung führen. Das Fehlen formeller Strukturen führt zu undurchsichtigen Entscheidungsprozessen, wobei die Macht bei wenigen konzentriert ist und die Mehrheit verwirrt zurücklässt. Die Autorin plädiert für formelle, demokratische Organisationsstrukturen, um eine gerechte Machtverteilung und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten, und schlägt Prinzipien für die demokratische Strukturierung vor, wie z. B. die Delegation von Autorität, Verantwortung, verteilte Macht und Informationsaustausch, um die gesunde Entwicklung der Frauenbewegung zu fördern.