Gorbatschow-Reformen: Eine hilflose oder leichtsinnige Revolution?
Dieser Essay untersucht die Gründe für das Scheitern der Gorbatschow-Reformen, insbesondere die Rolle verfestigter Interessen beim Untergang der UdSSR. Er vergleicht zwei gegensätzliche Erzählungen: die „hilflose“ Erzählung, die argumentiert, dass Gorbatschow machtlos war und von mächtigen bürokratischen Interessen behindert wurde; und die „leichtsinnige“ Erzählung, die behauptet, dass Gorbatschow erhebliche Macht besaß, aber leichtsinnige Reformen verfolgte, insbesondere das Fehlen einer entscheidenden Preisreform, die letztendlich zum Zusammenbruch der UdSSR führte. Durch die Analyse von Gorbatschows Macht, Personalwechsel und Wirtschaftsreformen und durch die Neuinterpretation des Putsches gegen Chruschtschow unterstützt der Essay die „leichtsinnige“ Erzählung und deutet darauf hin, dass Gorbatschows Idealismus und die Missachtung von Institutionen die Hauptursachen für den Zusammenbruch der UdSSR waren.