Verursacht TikTok „Gehirnverrottung“? Kontroverse Ergebnisse und Grenzen einer Studie

2025-03-02
Verursacht TikTok „Gehirnverrottung“? Kontroverse Ergebnisse und Grenzen einer Studie

Eine aktuelle Studie der Tianjin Normal University in China behauptet, dass übermäßiger Konsum von Kurzvideos (wie TikTok) die Gehirnstruktur verändert und zu einer sogenannten „Gehirnverrottung“ führt. Die Forschung fand eine erhöhte graue Substanz in bestimmten Hirnregionen und eine stärkere Synchronisation der Gehirnaktivität bei Vielnutzern. Die Studie weist jedoch erhebliche Einschränkungen auf: Ihr Querschnittsdesign verhindert den Nachweis eines Kausalzusammenhangs; die Suche nach Unterschieden im gesamten Gehirn erhöht das Risiko von falsch-positiven Ergebnissen; und die Interpretation der Synchronisation der Gehirnaktivität ist umstritten. Experten betonen, dass „Kurzvideo-Sucht“ keine formale klinische Diagnose ist und die Ergebnisse nicht einfach als Gehirnschäden durch TikTok interpretiert werden können. Obwohl übermäßiger Konsum belangloser Videos problematisch sein kann, ist es produktiver, sich auf gesündere Mediengewohnheiten zu konzentrieren, als sich um Gehirnveränderungen zu sorgen.

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