Das 56k-Modem: Wie es die Shannon-Grenze übertraf

2025-03-06
Das 56k-Modem: Wie es die Shannon-Grenze übertraf

Im Zeitalter des Einwahlzugangs galt 33,6 kbps als Geschwindigkeitsgrenze für Modems auf Standard-Telefonleitungen. Doch dann kam das 56k-Modem und durchbrach diese Grenze. Dies war kein Bruch des Shannon-Theorems, sondern eine clevere Ausnutzung der digitalen Transformation des Telefonnetzes. Damals war der Kern des Telefonnetzes digital, nur die „letzte Meile“ blieb analog. Das 56k-Modem erreichte höhere Geschwindigkeiten, indem es ISPs erlaubte, digitale Signale direkt in das Telefonnetz zu senden und analoge Konvertierungen zu umgehen. Obwohl die tatsächlichen Geschwindigkeiten von der Leitungsqualität und anderen Faktoren beeinflusst wurden, machte das 56k-Modem das Internet deutlich benutzerfreundlicher, bevor Breitband weit verbreitet war.