Die blutigen Tasten: Elfenbein, Klaviere und die verborgenen Kosten kolonialer Ausbeutung
Ab dem 17. Jahrhundert war der Elfenbeinhandel untrennbar mit der afrikanischen Wirtschaft und Gesellschaft verbunden. Die europäische Nachfrage beflügelte den Handel mit Fernkarawanen und intensivierte die Ausbeutung. Der Aufstieg des Klaviers machte Elfenbein zu einem wichtigen Bestandteil, kurbelte den Handel an und dezimierte die Elefantenpopulationen. Die Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert verschärfte die Brutalität, versklavte Afrikaner und zwang sie zum gefährlichen Transport von Elfenbein. Die USA stellten den Elfenbeinimport erst 1988 ein, was ein langsames Ende des Handels markierte. Diese Geschichte enthüllt das verborgene Leid hinter scheinbar harmlosen Waren und fordert zur Reflexion über Konsummuster und die Notwendigkeit fairer globaler Lieferketten auf.