Die Falle des Vergnügens im Zeitalter des Überflusses: Die Natur der Sucht
Naval argumentiert, dass jedes Vergnügen einen ausgleichenden Schmerz und die Angst vor Verlust mit sich bringt. Im heutigen Zeitalter des Überflusses führt das Streben nach Vergnügen um seiner selbst willen leicht zur Sucht. Er zitiert Miyamoto Musashis Aussage: „Suche nicht das Vergnügen um seiner selbst willen“, und hebt hervor, dass leicht zugängliche moderne Versuchungen – verarbeitete Lebensmittel, Internetpornografie, Drogen und soziale Medien – einfache Wege zur Sucht schaffen. Diese Süchte sind im Wesentlichen „Scheinarbeit“ und „Scheinspiel“, die flüchtiges Vergnügen bieten, aber gleichzeitig betäuben und die Betroffenen der Misere ihrer Abwesenheit aussetzen. Die moderne Herausforderung besteht darin, diesen „verweaponisierten“ Süchten zu widerstehen und die Verbindungen zu Gesellschaft, Religion und Kultur wiederherzustellen.