Ozeanische Eisendüngung: Eine potenzielle Waffe gegen den Klimawandel?

2025-04-19
Ozeanische Eisendüngung: Eine potenzielle Waffe gegen den Klimawandel?

Seit den 1990er Jahren experimentieren Wissenschaftler mit der ozeanischen Eisendüngung, um das Phytoplanktonwachstum zu stimulieren und atmosphärisches CO2 zu absorbieren. Frühe Experimente zeigten, dass die Zugabe von Eisen zu Algenblüten führte, wobei Kieselalgen besonders häufig vorkamen. Diese größeren Algen absorbieren CO2 effizienter und sinken in die Tiefsee, wodurch möglicherweise Kohlenstoff gespeichert wird. Die Eisendüngung birgt jedoch auch potenzielle Risiken, wie schädliche Algenblüten und Veränderungen der Nährstoffverteilung im marinen Ökosystem. Wissenschaftler entwickeln derzeit neue Technologien und Vorschriften, um die Wirksamkeit und die Risiken der Eisendüngung umfassend zu bewerten und sie als potenzielles Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels zu untersuchen. Es ist wichtig zu betonen, dass dies die Notwendigkeit unmittelbarer und substanzieller Reduzierungen des Einsatzes fossiler Brennstoffe nicht ersetzt.