Backblaze: Bilanzfälschung, Insiderhandel und der Fall eines Cloud-Storage-Startups
Backblaze, ein Cloud-Storage- und Backup-Anbieter mit einem Wert von 250 Millionen US-Dollar, leidet unter Verlusten und einem stark fallenden Aktienkurs (71 % weniger seit dem Börsengang 2021). Zwei ehemalige leitende Angestellte haben Klagen wegen Bilanzfälschung, überhöhter Prognosen und Repressalien gegen Whistleblower eingereicht. Die Klagen behaupten, dass die Gründer ihre treuhänderische Pflicht verletzt haben, indem sie nach der Sperrfrist des Börsengangs aggressiv Aktien verkauft haben, was zu einem Kursverfall führte. Weitere Vorwürfe sind die Manipulation von Abschlüssen zur Aufblähung von Cashflow-Prognosen und die Vertuschung interner Untersuchungen. Führungskräfte sollen trotz Kenntnis der ungenauen Finanzinformationen weiterhin Aktien verkauft haben. Der neue CFO von Backblaze stammt ebenfalls von einem schlecht laufenden Unternehmen. Der Konkurrent Wasabi gewinnt schnell Marktanteile. Dieser Bericht kommt zu dem Schluss, dass Backblaze ein gescheitertes Wachstumsgeschäft mit schwerwiegenden Problemen bei der finanziellen und Produkt-Wettbewerbsfähigkeit darstellt.