Überraschende Verbindungen zu Ostern: Radiokarbon-Datierung schreibt polynesische Geschichte um
Neue Forschungsergebnisse mittels Radiokarbon-Datierung stellen die lange gehegte Annahme in Frage, dass die Osterinsel (Rapa Nui) sich nach ihrer ersten Besiedlung isoliert entwickelt hat. Die Studie enthüllt ein komplexes Muster kulturellen Austauschs und der Interaktion zwischen Rapa Nui und anderen polynesischen Inseln. Während sich die anfängliche polynesische Besiedlung von West nach Ost ausdehnte, zeigt die Studie, dass die komplexen rituellen Stätten, bekannt als Marae, auf Rapa Nui entstanden sind, bevor sie sich nach Westen ausbreiteten. Dies deutet auf einen dynamischen Austausch kultureller Ideen hin, der das bisher angenommene lineare Modell der polynesischen Entwicklung in Frage stellt und die bedeutende Rolle von Rapa Nui bei der Gestaltung der kulturellen Landschaft der Region hervorhebt.