Kopflose Heiligenstatuen und die Vernachlässigung französischer Kirchen durch den Staat
Viele französische Kirchen weisen eine beunruhigende Anzahl enthaupteter Statuen auf, ein Erbe des antiklerikalen Gefühls der Französischen Revolution. Fast 250 Jahre später fehlen diese Köpfe immer noch, was die komplexe Beziehung des französischen Staates zur katholischen Kirche unterstreicht. Der Staat besitzt die meisten Kirchen, die vor 1905 gebaut wurden, doch ihre Instandhaltung wird oft vernachlässigt, so dass viele Kirchen verfallen. Der Artikel kontrastiert den Verfallzustand ländlicher Kirchen mit dem architektonischen Wunderwerk der Basilika Sainte-Marie-Madeleine in Vézelay und zeigt die bleibende Schönheit mittelalterlicher religiöser Architektur vor dem Hintergrund von Säkularisierung und staatlicher Gleichgültigkeit.