Deutsche Kartellbehörde wirft Apple Marktmachtmissbrauch vor

2025-02-13
Deutsche Kartellbehörde wirft Apple Marktmachtmissbrauch vor

Das Bundeskartellamt hat Apple vorgeworfen, seine Marktmacht durch seine App-Tracking-Transparenz-Funktion (ATT) zu missbrauchen, da diese Apple angeblich bevorzugt behandelt und Wettbewerber benachteiligt. Dies folgt auf eine dreijährige Untersuchung von Apples ATT, die es Nutzern erlaubt, das Cross-App-Tracking durch Werbetreibende zu blockieren. Apple argumentiert, dass ATT die Privatsphäre der Nutzer schützt, doch dies hat Kritik von Meta, App-Entwicklern und Startups hervorgerufen, deren Geschäftsmodelle auf Werbe-Tracking beruhen. Die deutschen Behörden behaupten, dass Apples Vorgehen es Wettbewerbern erschwert, auf für die Werbung relevante Nutzerdaten zuzugreifen. Apple könnte täglich mit Bußgeldern belegt werden, wenn es die Bedenken nicht vor einem endgültigen Urteil behebt (möglicherweise dieses Jahr, eher nächstes Jahr). Der Fall wurde durch Beschwerden von Verbänden ausgelöst, die Verleger, Sender, Werbetreibende und Ad-Tech-Unternehmen vertreten. Anwälte bezeichnen den Fall als wegweisend und behaupten, Apple habe Datenschutzargumente vorgeschoben, um die Konkurrenz zu seinen Gunsten einzuschränken.

Technologie