Deutsche Hacker decken kritische Schwachstellen im Iridium-Satellitensystem auf
Deutsche White-Hat-Hacker demonstrierten kürzlich, wie Textnachrichten, die über das US-amerikanische Satellitenkommunikationssystem Iridium gesendet werden, abgefangen und die Nutzer mit einer Genauigkeit von etwa 4 Kilometern geortet werden können. Mit einfach erhältlicher Ausrüstung – einer handelsüblichen Iridium-Antenne, einem softwaredefinierten Funkempfänger und einem Standardcomputer – konnten sie Nachrichten und Positionsdaten abfangen, darunter auch solche von Mitarbeitern des deutschen Auswärtigen Amts. Die Schwachstelle liegt in der schwachen Verschlüsselung älterer Iridium-Satellitenmodelle. Obwohl Iridium eine sicherere zweite Generation von Satelliten eingeführt hat, verwenden viele zivile Geräte immer noch das unverschlüsselte Legacy-Protokoll, wodurch Zehntausende oder sogar Hunderttausende von Nutzern erheblichen Risiken ausgesetzt sind. Dies unterstreicht die kritische Bedeutung der Sicherheit der Satellitenkommunikation und die Gefahren, die von veralteten und unsicheren Protokollen ausgehen.