Mobber haben mehr Kinder: Eine überraschende Studie

2025-03-10
Mobber haben mehr Kinder: Eine überraschende Studie

Eine neue Studie der Brock University zeigt einen überraschenden Zusammenhang: Jugendliche, die Mobbing betreiben, haben im Erwachsenenalter tendenziell mehr Kinder als ihre Altersgenossen. Die in Evolutionary Behavioral Sciences veröffentlichte Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Mobbing in der Jugend und der Fruchtbarkeit im Erwachsenenalter. Die Forscher fanden heraus, dass Mobber, sowohl Männer als auch Frauen, höhere Raten an früher Elternschaft und insgesamt eine höhere Fruchtbarkeit aufwiesen. Dies deutet darauf hin, dass Mobbing teilweise eine evolutionäre Anpassung sein könnte, die den reproduktiven Erfolg steigert. Die Langzeitstudie verfolgte Hunderte von Schülern ab der 5. Klasse und ergänzte die Daten durch retrospektive Berichte von Erwachsenen im Alter von 24 bis 35 Jahren. Die Ergebnisse unterstreichen die langfristigen Folgen von Mobbing, nicht nur für die Opfer, sondern auch für die Täter, und wecken Bedenken hinsichtlich der möglichen Weitergabe von Mobbingverhalten über Generationen hinweg. Zukünftige Forschung wird die Erziehungsstile von Mobbern untersuchen und ob ihre Kinder dazu erzogen werden, selbst Mobber zu sein.