Prähistorische Jäger und Sammler waren weniger gewalttätig als gedacht
Eine neue Studie stellt die lang gehegten Annahmen über die Gewaltbereitschaft prähistorischer Jäger und Sammler in Frage. Durch die Analyse archäologischer und ethnographischer Daten fanden die Forscher heraus, dass die gewaltsame Sterberate bei prähistorischen Jägern und Sammlern deutlich niedriger war als bisher angenommen. Dies widerspricht der weitverbreiteten Ansicht, dass Menschen von Natur aus kriegerisch sind. Obwohl sie gewalttätiger waren als moderne Gesellschaften, rührte diese Gewalt hauptsächlich von der Letalität menschlicher Konflikte her, nicht von deren Häufigkeit. Die Studie hebt auch die bedeutende Rolle von asozialen Individuen bei Gewalt hervor und wie Jäger- und Sammlergesellschaften Gewalt durch Kooperation und soziale Normen kontrollierten. Diese Forschung hat erhebliche Auswirkungen auf unser Verständnis von menschlicher Gewalt und dem Potenzial für Frieden.