Auf der Jagd nach einer fünften Dimension: Neutronensterne und die Schwäche der Gravitation
Von den faszinierenden Erkundungen extradimensionaler Räume Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Suche nach Hinweisen auf eine fünfte Dimension mithilfe des ungewöhnlichen Verhaltens von Neutronensternen haben Physiker ihre Forschung nicht aufgegeben. Der Artikel legt nahe, dass die ungewöhnlich geringe Stärke der Gravitation auf die Existenz extradimensionaler Räume hindeuten könnte. Die „Braneworld“-Theorie von Randall und Sundrum postuliert, dass unser Universum möglicherweise eine dreidimensionale Membran ist, die in einem höherdimensionalen „Bulk“ eingebettet ist. Die Gravitation könnte in diese höheren Dimensionen entweichen und so ihre Schwäche erklären. Wissenschaftler untersuchen das eigenartige Verhalten von Neutronensternen, wie ihre anomale Masse und die Eigenschaften ihrer Strahlungskegel, auf der Suche nach Hinweisen auf „dunkle Strahlung“ und „dunklen Druck“, Phänomene, die möglicherweise aus dem Einfluss einer zusätzlichen Dimension auf die Gravitation resultieren. Obwohl es noch keine endgültigen Antworten gibt, bieten die Anomalien der Neutronensterne neue Anhaltspunkte bei der Suche nach extradimensionalen Räumen.